Roadtrip planen für Einsteiger

Damit der Roadtrip of your life gelingt, ist eine gewisse Planung unerlässlich. Die Reise soll keinesfalls wie eine organisierte Pauschalreise aus dem Reisebüro werden, sondern von Freiheit, Flexibilität und Spontanität leben. Abwechslung und Abenteuer sollen im Vordergrund stehen, ohne dass Stress entsteht, weil die Zeit im Nacken sitzt. Stress gilt es ohnehin zu vermeiden, denn der passt einfach nicht zu einem entspannten Roadtrip. Planen solltest du dennoch – zumindest grob, denn das gibt Sicherheit. Wer das erste Mal zu einem solchen Abenteuer on the Road aufbrechen will und beim Roadtrip Planen sicher gehen möchte, dass an alles Wichtige gedacht ist, ist mit diesem TRAVIVA Guide für Einsteiger gut beraten.

DIE 5 SCHRITTE DER ROADTRIP-PLANUNG

SCHRITT 1 BEI DER ROADTRIP-PLANUNG: MITREISENDE SUCHEN

Wer einen Roadtrip plant, sollte Gesellschaft einplanen und zwar nur die Beste. Zu zweit roadtrippt es sich zwar doppelt so gut, allerdings muss klar sein, dass nicht gleich am zweiten Tag Miesepeter und beleidigte Leberwurst zusammen unterwegs sind. Die Chemie muss stimmen, denn während der Rundreise wird viel Zeit auf engstem Raum miteinander verbracht – vor allem wenn in einem gemieteten Custom Camper wie dem Ford Transit genächtigt wird.

Idealerweise ist bereits der beste Freund/die beste Freundin oder der Partner/die Partnerin als Mitreisender geplant. Füreinander würdet ihr bis ans Ende der Welt reisen? Perfekt! Je länger die Distanz, die zurückgelegt werden soll, desto besser/vertrauter/gefestigter sollte die Freundschaft oder Beziehung sein – bewährte Regel beim Roadtrip planen! Weiterer Vorteil: Ihr könnt euch beim Fahren am Steuer abwechseln!

Wer noch keinen Begleiter gefunden, Lust auf einen neuen Kontakt und Nerven wie Drahtseile hat, kann in den Tiefen des Internets (Portale, Foren, Blogs, etc.) nach einem passenden Roadtrip-Buddy suchen. So beginnt das Abenteuer, bevor die Reise überhaupt losgegangen ist!

SCHRITT 2 BEI DER ROADTRIP-PLANUNG: MOTTO FESTLEGEN

Wir empfehlen, thematisch orientiert zu planen. Roadtrips leben von Spontanität und Flexibilität, dennoch ist eine grob durchgeplante Rundreise, die unter einem bestimmten Motto steht, keinesfalls die schlechteste Idee. Im Gegenteil: Wer im Vorfeld ein wenig plant, kann sich während des Trips entspannt zurücklehnen und genießen. Ein grobes Motto festzulegen, sollte daher grundsätzlich zur Roadtrip-Planung dazugehören. Wie das aussehen könnte? Hier einige Ideen:

  • Wenn ich das Meer seh, will ich keinen See mehr
  • Der Berg ruft
  • Auf der Suche nach dem besten Fischbrötchen
  • Isch liebe Deutscheland
  • Viele Wege führen nach Rom
  • Sommer, Sonne & spanische Sangria
  • Baguette, Fromage et l’amour
  • Portugiesische Portwein-Probiertour
  • Auf den Spuren von William Wallace, Nessie & Haggis

SCHRITT 3 BEI DER ROADTRIP-PLANUNG: FAHRZEUG & UNTERKUNFT FINDEN

Wer einen Roadtrip plant, muss wissen, mit welchem Fahrzeug er die Straße unsicher machen und wie er übernachten möchte. Über all dem steht natürlich das Budget, aber dass ohne Moos nix los ist, dürfte klar sein. Benzin oder Diesel, Übernachtungsmöglichkeit und Verpflegung gibt es schließlich nicht gratis. Dennoch zählt diese Art zu reisen zu den günstigen Varianten, vor allem dann, wenn die Unterkunft nicht aus Hotel oder Pension besteht, sondern gleichzeitig das Transportmittel ist. Bei der Roadtrip-Planung kann also getrost darüber nachgedacht werden, auf einen Campingbus oder Van zu setzen – Verkehrssicherheit und Zuverlässigkeit vorausgesetzt!

Einen Camper zu mieten, bietet den Vorteil, dass fahrbarer Untersatz und Übernachtungsmöglichkeit gegeben sind und du dich nicht über ausgebuchte Hotels, überteuerte Pensionen oder nassgeregnete Zelte auf dem Campingplatz ärgern musst. Genächtigt wird z. B. auf einem ausgewiesenen Parkplatz entlang der Route oder – wenn erlaubt – mitten in der Wildnis. Wer beim Roadtrip Planen, aber Dusche, Frühstücksmöglichkeit und weiche Matratze berücksichtigen will, darf dies natürlich gerne tun. Alles eine Frage des Budgets.

SCHRITT 4 BEI DER ROADTRIP-PLANUNG: DIE ROUTE PLANEN

Die Routenplanung ist abhängig vom gewählten Motto und von der geplanten Übernachtungsart. Wer im Camper übernachtet, muss unter Umständen die Straße gar nicht verlassen, um in einem Hotel im nächsten Ort einzuchecken, sondern kann den Rastplatz mit ausgewiesener Wohnmobilstellfläche direkt an der Landstraße nutzen. Das Planen der Roadtrip-Route hängt aber auch davon ab, wie spontan die Reise werden soll. Damit imposante Bauwerke, bizarre Sehenswürdigkeiten, türkisblaues Wasser, das beste Fischbrötchen der Welt oder feiner Sandstrand nicht unbemerkt vorüberziehen, sollten zumindest die grobe Richtung mit Zwischenstopps und dazu passende, gut befahrbare Straßen recherchiert werden.

Welche Städte oder Dörfer auf der Route sind einen Abstecher wert? Wo ist der Sonnenuntergang besonders episch? Welche Landstraße schlängelt sich durch Berg und Tal auf dem Weg zum nächsten Etappenziel? Inspirationen zum Roadtrip Planen findest du massenhaft im TRAVIVA Magazin, bei reisefreudigen Bloggern, in Reiseführern oder in Stellplatzführern.

Unser Tipp: Lass das Navi zuhause & meide die Autobahn!

Roadtripping lebt von Spontanität und Gelassenheit. Spontan rechts abbiegen, weil die Landstraße durch den Wald so abenteuerlich aussieht? Kurzfristig die Route ändern, weil ein Einheimischer einen Geheimtipp verraten hat? Lust auf einen italienischen Eisbecher und zwar jetzt sofort? Dann los! Wer einen Roadtrip plant, will Abenteuer erleben, die Zeit genießen und frei sein. Ein Navigationsgerät und Google Maps würden nur einen Strich durch diese Rechnung machen. Schnellste oder kürzeste Route? Das gilt vielleicht im Alltag, aber nicht beim Roadtrip deines Lebens! Im absoluten Notfall dürfen Navi oder Google Maps auf dem Smartphone natürlich zum Einsatz kommen.

Lass dich von der Straße leiten, vom Flusslauf beeinflussen oder wähle ganz bewusst die Strecke, die dein Navi zuhause noch als kilometerlangen Umweg betitelt hat. Nutze ganz Oldschool die Straßenkarte oder den ADAC Autoatlas oder frage Anwohner nach dem Weg. Berücksichtige bei der Planung außerdem verstärkt ruhigere Landstraßen statt hektische Autobahnen. So lernst du verschlafene Ortschaften kennen, entdeckst malerische Kulissen und siehst mehr von der Welt!

SCHRITT 5 BEI DER ROADTRIP-PLANUNG: GEPÄCK ZUSAMMENSUCHEN

Welches Gepäck du für den Roadtrip einplanen musst, hängt von der Transport- und Unterkunftsart sowie vom (voraussichtlichen) Wetter ab. Dass Kleidung, Hygiene- und Drogerieartikel sowie Geld (Bargeld und Kreditkarte) eingepackt werden, dürfte selbstverständlich sein. Personalausweis, abhängig vom Zielland eventuell ein Reisepass sowie Krankenversicherungskarte und gültige Auslandskrankenversicherung sind ebenfalls Pflicht fürs Handgepäck!

Da ein Roadtrip in der Regel mit einem fahrbaren Untersatz auf der Straße stattfindet, sollten darin Verbandskasten, Warndreieck und Warnweste vorhanden sein. Abschleppseil und Starthilfekabel schaden auch nicht! On the Road hilft eine Sonnenbrille, die Straße im Blick zu halten. Mülltüten sorgen für Ordnung und Sauberkeit im Fahrzeug. Hygienisch wird es mit Toilettenpapier, das ebenfalls bei der Planung berücksichtigt werden sollte. Nichts ist schlimmer als keines zu haben, wenn die Notdurft inmitten der Natur verrichtet werden muss, weil weit und breit kein WC in Sicht ist!

Nachts sorgt die obligatorische Taschenlampe für Erleuchtung sowie Schlafsack bzw. Bettdecke und Kopfkissen für einen erholsamen Schlaf im Campingbus. Für Zelt-Camper empfehlen wir, zusätzlich Luftmatratze oder Isomatte einzuplanen. Wer im Hotel oder in einer Pension übernachtet, muss sich diesbezüglich in der Regel um nichts kümmern. Campingtisch und Stühle sollten auch eingeplant werden, da es sich im Stehen weder gut essen noch den Sonnenuntergang genießen lässt. Apropos Essen: Gaskocher und Campinggeschirr sind absolut unerlässlich! Instantkaffee, Spaghetti und Konservendosen können problemlos als Verpflegung herhalten, wenn keine Kühlmöglichkeit vorhanden ist. Ausreichend Frischwasser und Getränke beim Roadtrip Planen nicht vergessen!

Eine Kamera zum Festhalten der Erinnerungen und Smartphone für die Roadtripper, die wirklich nicht ohne können, sowie Ladekabel für deren Akkus bzw. passende Batterien dürfen nicht fehlen. Und wer stilecht roadtrippen oder einfach nur nicht mehr mit seinem Roadtrip-Buddy reden will, muss die richtige Musik bei der Vorbereitung berücksichtigen. Ob Mixtape, MP3-CD oder Spotify-Playlist: Ohne den passenden Soundtrack geht es nicht!